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Géza Anda

Der Pianist

SEIN LEBEN

Bereits als Dreizehnjähriger wurde Géza Anda in die berühmte Budapester Liszt-Akademie aufgenommen, wo er von legendären Professoren jener Zeit wie Ernst von Dohnányi und Léo Weiner ausgebildet wurde, bevor er dank eines Stipendiums zur Weiterbildung nach Berlin gelangte. Noch während des Krieges gelang es ihm, in die Schweiz zu übersiedeln, wo er fortan leben sollte. Seine Karriere hingegen führte ihn durch ganz Europa sowie wiederholte Male in die USA und nach Japan, nach Korea und Südafrika. Er konzertierte mit allen grossen Dirigenten von Fricsay über Abbado bis Boulez.

BIOGRAPHIE

SEIN KÜNSTLERISCHES WESEN

Géza Andas Haltung als Musiker war von der typischen, sehr breiten Ausbildung an der Liszt-Akademie geprägt und von einer rationalen, äusserst detaillierten und klaren Analyse des Notentexts. Sowohl als ausübender Künstler, wie als Lehrer legte er hingegen Wert darauf, dass nach der genausten Auseinandersetzung mit der Partitur man sich von ihr lösen müsse, um eine ganz eigene, persönliche Interpretation der betreffenden Musik zu erschaffen: «Um ein Interpret zu sein, kann man ein Werk nicht lernen, man muss völlig eins werden mit ihm.»

SEIN KÜNSTLERISCHES WESEN

SEIN WERK

Géza Anda ist vor allem als engagierter Verfechter von Mozarts und Bartóks Klavierkonzerten bekannt. Das Zweite Klavierkonzert führte er über 300mal öffentlich auf, und seine Einspielung aller drei Konzerte ist bis heute eine Referenzaufnahme. Er war der erste Pianist, der in Personalunion von Solist und Dirigent sämtliche Konzerte Mozarts auf Platte einspielte Tatsächlich bilden diese beiden Zyklen nur einen kleinen Teil von Andas immenser Diskographie und eines sehr breiten Repertoires, welches von Bach bis Rachmaninoff reichte und in den 1950er Jahren auch zeitgenössische Musik einschloss.

SEIN WERK