JOHN FIORE

JOHN FIORE

Geboren in New York City, aus einer Musikerfamilie stammend, erhielt John Fiore seine erste Musikausbildung durch seine Eltern: dem Vater, einem Chordirektor und Pianisten, sowie der Mutter, einer Sängerin. Nach dem Umzug der Familie nach Seattle setzte er seine Musikausbildung fort und erlernte zusätzlich zum Klavier auch Cello und andere Streichinstrumente.

Bereits im Alter von vierzehn Jahren betrat er die professionelle Musikszene am Opernhaus in Seattle und erwarb sich über die folgenden sechs Jahre als Pianist und Korrepetitor bei der alljährlichen Einstudierung von Wagners Der Ring des Nibelungen einen hervorragenden Ruf. In der Folge perfektionierte er seine Musikausbildung an der Eastman School of Music in Rochester, New York, und schloss sich in der Folge, im Sommer 1981, dem Ensemble der Santa Fé Opera an, beim wohl renommiertesten Opernfestival in den USA. Innerhalb kürzester Zeit wurde er zu einem der gefragtesten musikalischen Assistenten der drei führenden Opern-Companys in Nordamerika: der San Francisco Opera, der Chicago Lyric Opera und der MET in New York City.

Im Sommer 1986 folgte er einem Ruf von Zubin Mehta an den Maggio Musicale in Florenz und ging kurz darauf zu den Wagner-Festspielen nach Bayreuth für die Neu-Einstudierung von Tristan und Isolde unter Daniel Barenboim. Im gleichen Jahr noch ergab sich die Zusammenarbeit mit Leonard Bernstein als dessen Assistent und mit der musikalischen Leitung von Gounods Faust an der San Francisco Opera war der Beginn seiner eigenen Dirigenten-Karriere gesetzt.

1990 bedeutete auch der Einstieg in die Konzertszene mit zahlreichen symphonischen Konzerteinladungen über drei Kontinente. Ein von Publikum und Presse gefeiertes Einspringen für Robert Shaw beim Los Angeles Philharmonic Orchestra in der Hollywood Bowl mit Verdis Messa de Requiem bedeutete auch in den USA der Durchbruch als Konzertdirigent und führte ihn ans Pult u.a. in Boston, Minnesota, Seattle, Toronto und New York. Dort leitete er an weit über hundert Abenden Aufführungen der MET, der Chicago Lyric Opera, der San Francisco Opera, sowie in Santa Fé und Houston.

Auch in Europa ergingen jetzt zahlreiche Einladungen durch die großen Orchester der internationalen Szene. Seit 1998 folgte John Fiore mehrfach dem Ruf großer europäischer Institutionen und übernahm als Generalmusikdirektor die musikalische Leitung zuerst an der DOR in Düsseldorf/Duisburg, zeitgleich bei den Düsseldorfer Symphonikern und später an der Norwegischen National Oper und dem Orchester in Oslo, unter reger Fortführung seiner internationalen Konzerttätigkeit in anderen Ländern.