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Copyright: Musikkollegium Winterthur / Priska Ketterer

Das Musikkollegium Winterthur gehört zu den herausragenden Klangkörpern der europäischen Kulturlandschaft. Die lange, bis ins Jahr 1629 zurückreichende Geschichte des Orchesters hat lebendige Spuren hinterlassen: Das Engagement der Bürgerfamilien aus dem 18. Jahrhundert wird heute von den zahlreichen Vereinsmitgliedern weitergeführt. Aus dem 19. Jahrhundert stammt der von Gottfried Semper entworfene Stadthaus-Saal, der im selben Jahr wie der Wiener Musikverein er- öffnet wurde. Prägend ist insbesondere das frühe 20. Jahrhundert geworden. Der Mäzen Werner Reinhart und der Dirigent Hermann Scherchen machten Winterthur zu einem Zentrum des europäischen Musiklebens. Igor Strawinsky, Richard Strauss und Anton Webern verkehrten hier, auch Clara Haskil oder Wilhelm Furtwängler. Ein verpflichtendes Erbe: Kein anderes klassisches Sinfonieorchester der Schweiz widmet sich der Moderne so selbstverständlich wie das Musikkollegium Winterthur. Dazu kommen Uraufführungen, in jüngster Zeit von Richard Dubugnon, Johannes Maria Staud oder David Philip Hefti. Die weiteren Repertoire- Schwerpunkte liegen in der Klassik und frühen Romantik. Zur hohen Qualität des Klangkörpers beigetragen haben viele: ehemalige Chefdirigenten wie Franz Welser-Möst, Heinrich Schiff oder Thomas Zehetmair, aber auch international gefragte Solistinnen und Solisten, die stets gerne nach Winterthur zurückkehren. Unter dem vielversprechenden jungen Chefdirigenten Roberto González-Monjas startet das Musikkollegium Winterthur in die neue Saison 2021/22.