NELSON FREIRE

NELSON FREIRE

Geboren in der brasilianischen Stadt Boa Esperança, zählt Nelson Freire, weltweit gefeiert und mit Auszeichnungen überhäuft, zu den bedeutendsten Pianisten der Gegenwart und ist ständiger Partner der großen internationalen Orchester und ihren Dirigenten auf allen wichtigen Konzertpodien der Welt.

Bereits im Alter von drei Jahren erhielt er den ersten Klavierunterricht und hatte bereits zwei Jahre später seinen ersten öffentlichen Auftritt. 1957, im Alter von elf Jahren, erhielt er als Finalist des 1. Internationalen Piano-Wettbewerbs von Rio de Janeiro durch den brasilianischen Präsidenten Juscelino Kubitschek ein Stipendium, welches ihm ermöglichte, in Wien bei Bruno Seidlhofer, dem Lehrer von Friedrich Gulda, sein Klavierstudium fortzuführen. Mit neunzehn Jahren erhielt er mit der Dinu Lipatti Medal in London seine erste internationale Auszeichnung und errang kurz darauf den 1. Preis im Internationalen Vianna da Motta Wettbewerb in Lissabon. Den 23 Jährigen feierte die Londoner Presse bei seinem Debut bereits als Jungen Tastenlöwen und im folgenden Jahr folgten auch in New York Lobeshymnen in der Presse.

Nelson Freire ist ständiger Partner der bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit wie Valery Gergiev, Yuri Temirkanov, Seiji Ozawa, Pierre Boulez, Riccardo Chailly, Charles Dutoit, Myung-Whun Chung, Fabio Luisi, Ingo Metzmacher, David Zinman oder den unvergessenen André Previn, Lorin Maazel, Rudolf Kempe, Rafael Kubelik, Kurt Masur und Sir Colin Davis.

Große Konzerttourneen mit Martha Argerich führten ihn nach Japan, Brasilien, Argentinien und in die USA. Ebenso ist er ständiger Gast namhafter Orchester der internationalen Konzertszene wie den Berliner Philharmonikern, dem Gewandhausorchster Leipzig, den Münchner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Deutschen Symphonieorchester, dem Concertgebouw Orchester Amsterdam, den Rotterdamer Philharmonikern, dem Dänischen Radio-Sinfonieorchester, dem Mariinsky-Orchester, den St. Petersburger Philharmonikern und dem Orchestre National de France, dem Tonhalle-Orchester Zürich, den Wiener Symphonikern, dem Royal Philharmonic Orchestra London, dem London Symphony Orchestra, dem BBC Scottish Symphony, dem BBC Symphony, dem Israel Philharmonic Orchestra, der Tschechischen Philharmonie, dem Seoul Philharmonic Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem Orchestre du Capitole de Toulouse, dem Orchestre philharmonique de Radio France, dem Orchestre de la Suisse Romande sowie den führenden amerikanischen Orchestern aus Baltimore, Boston, Chicago, Cleveland, Los Angeles, Montreal, New York und Philadelphia.

Nelson Freires intensive Konzerttätigkeit über mehrere Jahrzehnte hinweg wurde von zahlreichen Ton-Einspielungen für die Labels von Sony/CBS, Teldec, DGG, IPAM und London begleitet. Bei Philips erschienen im Rahmen der Serie Große Pianisten des 20. Jahrhunderts seine begehrtesten Aufnahmen und seine CBS-Einspielung der 24 Préludes von Chopin wurde mit dem begehrten Prix Edison ausgezeichnet.
Nelson Freires Einspielungen erscheinen heute exklusiv bei DECCA und umfassen z.B. Werke von Liszt, Schumann, Beethoven und Debussy.
Unter den Auszeichnungen für seine zahlreichen Aufnahmen finden sich fast alle bedeutenden Preise, die in der Musikszene zu vergeben sind: Diapason d’Or, Grand Prix de l’Académie Charles Cros, Choc du Monde de la Musique, 10 by Repertoire, Classica, Grammy Awards. Bei den französischen Victoires de la Musique wurde ihm der Titel Soliste de l’Année 2002 verliehen und im Jahr 2005 erhielt er einen Sonderpreis für sein Lebenswerk.

Im Jahre 2007 wurde ihm der Titel Commandeur de l’Ordre des Arts et des Lettres durch den französischen Kulturminister verliehen und im Jahre 2011 erfolgte die Ehrung zum Chevalier de la Légion d’Honneur durch den französischen Staatspräsidenten. Das Lucerne Festival ehrte 2019 den Künstler Nelson Freire für sein Lebenswerk.